경제

Der Durchbruch in den Sondierungen für eine große Regierungskoalition in Deutschland hat den Euro am Freitag weiter beflügelt.
Der Durchbruch in den Sondierungen für eine große Regierungskoalition in Deutschland hat den Euro am Freitag weiter beflügelt.(사진 : AP)
(13) 월 2018년 (토요일)

Euro auf Drei-Jahres-Hoch: Anleger in Stellung für EZB-Zinswende

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Die Dax-Anleger dürften in der neuen Woche Vorsicht walten lassen: Ein steigender Euro verschlechtert die Wettbewerbschancen heimischer Firmen. Das dürfte an er Börse nicht spurlos vorbeigehen. In den USA dreht sich derweil schon alles um das Thema Bilanzen.

Die anlaufende Berichtssaison in den USA und die Ungewissheit über den künftigen Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) könnten dem deutschen Aktienmarkt zu schaffen machen, prognostizieren Börsianer. Spekulationen auf ein baldiges Ende der ultralockeren EZB-Geldpolitik hatten den Euro am Freitag mit 1,2136 Dollar auf den höchsten Stand seit drei Jahren getrieben.

Ein steigender Euro verschlechtert die Wettbewerbschancen heimischer Firmen auf dem Weltmarkt. Gerade die exportorientierten deutschen Unternehmen dürften mit Schrecken auf die Gemeinschaftswährung schauen, sagt Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. In der ablaufenden Woche büßte der Dax ein knappes Prozent ein.

Aus dem EZB-Protokoll der Dezember-Ratssitzung ging hervor, dass die Diskussion über die nächsten geldpolitischen Schritte hin zur Zinswende in Gang kommt. Der geldpolitische Ausblick ("Forward Guidance") ist ein wichtiges Instrument der EZB, um Finanzmärkte frühzeitig auf kommende Schritte vorzubereiten. Der Leitzins liegt seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Die nächste geldpolitische Sitzung der EZB in Frankfurt mit Pressekonferenz ist am 25. Januar.

Wenig euphorisch liest sich der Kommentar von Berenberg-Chefvolkswirt Holger Schmieding zu dem Ergebnis der Sondierungsgespräche. Der erreichte Kompromiss setze den Trend weg von wachstumsfördernden Reformen fort, der bereits in Merkels vorangegangener Amtszeit deutlich sichtbar war. Deutschland bleibe zwar wirtschaftlich stark, dürfte aber schrittweise von der Spitze in die obere Mitte der Wachstumsliga der großen europäischen Länder abrutschen. Deutschlands aktuelles goldenes Jahrzehnt ende in den 2020er Jahren.

Bank-Bilanzen im Fokus

Während es in Deutschland auf Unternehmensseite noch relativ ruhig zugeht, dreht sich in den USA bereits alles um das Thema Bilanzen. Allen voran die Banken lassen sich in der neuen Woche in die Bücher schauen, darunter die Citigroup (Dienstag), Bank of America, Goldman Sachs (beide Mittwoch) und Morgan Stanley (Donnerstag). Vielen Großbanken könnte die US-Steuerreform zunächst teuer zu stehen kommen. Langfristig dürften Investoren und Analysten den Einmaleffekt jedoch schnell abhaken und ihren Blick auf die Entwicklungen im Tagesgeschäft und die langfristigen Auswirkungen der Steuerreform richten.

Ebenfalls im Fokus steht eine Reihe von Konjunkturdaten aus den USA. Commerzbank-Analyst Christoph Balz geht davon aus, dass die dortige Wirtschaft weiter "sehr ordentlich" wächst. Die Commerzbank prognostiziert für die Industrieproduktion im Dezember ein Plus von 0,5 Prozent. Die Statistik steht am Mittwoch an.

Ebenfalls auf der Agenda stehen die ersten regionalen Umfragen im verarbeitenden Gewerbe – der Empire State Index (Dienstag) und Philly Fed Index (Donnerstag) – sowie das US-Verbrauchervertrauen (Freitag). Am Montag bleibt die Wall Street wegen eines Feiertags geschlossen.

In China werden am Donnerstag Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) erwartet. Nach einer Reuters-Schätzung dürfte das BIP im vierten Quartal um 6,7 Prozent zugelegt haben. Dazu habe nicht zuletzt die wirtschaftliche Belebung im Rest der Welt beigetragen, erläutert Commerzbank-Analyst Balz. Zudem hätten sich die Gewinne der Unternehmen in den vergangenen Quartalen dank des Abbaus der Überkapazitäten wieder erholt. Laut Ministerpräsident Li Keqiang hat die Wirtschaftsleistung 2017 um "rund 6,9 Prozent" zugelegt. Das wäre mehr als 2016, als mit 6,7 Prozent das kleinste Plus seit 26 Jahren heraussprang.

Kleiner Verfall steht an

Am deutschen Aktienmarkt könnte der sogenannte kleine Verfall zum Wochenschluss noch einmal für Bewegung sorgen. Am Freitag laufen Optionen auf Indizes und einzelne Aktien aus. In den Tagen zuvor schwanken die Aktienkurse üblicherweise stark, weil Investoren die Preise derjenigen Wertpapiere, auf die sie Derivate halten, in eine für sie günstige Richtung bewegen wollen.

출처 : n-tv.de

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